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Aussichtsplattform auf Freiburgs Prärie:

Partnerstadt Madison spendet 8.000 Euro für den Mundenhof

Prärien gehören zu den artenreichsten Pflanzengesellschaften der Erde. Im Gegensatz zu den mitteleuropäischen Wiesen, die im Mai und Juni ihre Hauptblüte haben, erblühen Prärienpflanzen vom Juli bis in den Herbst hinein. Mit ihren extrem tief gehenden Wurzeln erreichen sie tief liegende Wasserschichten und sehen auch bei Trockenheit gut aus. Es sind also ideale Pflanzen für den Klimawandel.

Foto sind Charles J. James (links) und Richard Kotenbeutel an der Aussichtsplattform zu sehen.

Mundenhof/Stadt Freiburg

Die erste Prärie auf dem Mundenhof entstand im Jahr 2011, auf einer Dreiecksfläche im Bisongehege. Sie hat sich als kleine Wiese so gut etabliert, dass 2018 der nächste Versuch gestartet wurde. Davor hatte Mundenhof-Leiterin Susanne Eckert schon im Jahr 2017 Kontakte nach Madison in Wisconsin sowie in andere USBundesstaaten des Mittleren Westens mit noch vorhandenen Prärien geknüpft. In der Folge entstanden auf dem Mundenhof zwei weitere Prärie-Flächen beim Bisongehege. Inzwischen werden auch Zauneidechsenflächen mit Prärieblumen bepflanzt.

Der Blütenrausch im Sommer kommt auch bei den Besucherinnen und Besuchern des Mundenhofs bestens an – worüber sich das private „Madison Freiburg Sister City Committee“ in Wisconsin derart freute, dass sein Vorstand 8.000 Dollar für die Weiterentwicklung der Mundenhof-Prärie zur Verfügung stellte. Mit diesem Geld hat der Mundenhof die Aussichtsplattform zwischen Pinot-Pferden und Bisons finanziert. Die fünf Bisonkühe und der aus Basel stammende junge Bisonbulle sollen auch Nutznießer der Prärie sein: sie dürfen gelegentlich auf der Fläche am Steilhang grasen. Dass fast alle Präriepflanzen nicht nur für die Indianer wichtige Medizinalpflanzen waren und sind, werden in Kürze Infotafeln am Zaun entlang der Prärie verraten.

Das große Treffen der Partnerstädte, das am vergangenen Wochenende in Freiburg stattfand, hat nun auch der amerikanische Verein „Madison Freiburg Sister City Committee“ zu einer Visite der deutschen Partnerstadt genutzt. Dabei besuchten Charles J. James, Präsident des Committees, und Schatzmeister Richard Kotenbeutel auch den Mundenhof und nahmen die Aussichtsplattform beim Bisongehege in Augenschein, die ihre Spende ermöglicht hatte.

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