Das Kulturministerium hat entschieden, dass Schulen und Kindertagesstätten ab Dienstag, 17. März bis zum 19. April geschlossen bleiben.

Für Kinder, deren Eltern in einer kritischen Infrastruktur tätig sind, wird von der Stadt Emmendingen seit rund zwei Wochen eine Notfallbetreuung bis zur 6. Klasse in der bisherigen Betreuungseinrichtung angeboten.

In neun Kindertagesstätten und an sieben Schulen wurden solche Notgruppen für insgesamt rund 65 Kinder eingerichtet.
Oberbürgermeister Stefan Schlatterer besuchte vergangene Woche zwei städtische Einrichtungen, um sich vor Ort von der Situation zu überzeugen. Die Notbetreuung ist gut angelaufen, die Betreuungskräfte arbeiten in Schichten und die notwendigen Hygieneverordnungen und Anweisungen werden vorbildlich umgesetzt.

IMG 4030 002Oberbürgermeister Stefan Schlatterer besuchte vergangene Woche zwei städtische Einrichtungen

Oberbürgermeister Stefan Schlatterer bedankte sich bei den Betreuungskräften und Leitungen für ihre Bereitschaft zur Flexibilität und ihr Engagement in dieser außergewöhnlichen Situation.

In Kollmarsreute wurde die Notbetreuung speziell für Kinder von Pflegekräften der Kollmarsreuter Senioreneinrichtung aufgenommen. So wurde sichergestellt, dass die Pflegerinnen und Pfleger weiterhin ihren wichtigen Dienst verrichten können. Die Stadt Emmendingen als Eigentümerin stellt das Gebäude des Kindergarten “Wunderfitz“ zur Verfügung, welches sonst von der Evangelischen Kirchengemeinde  betrieben wird.

Eine Frage, die viele Eltern, die die Notbetreuung nicht nutzen, beschäftigt, ist die Frage nach den Betreuungskosten.
Die Stadt Emmendingen hatte in Abstimmung mit den (Ober-)Bürgermeistern des Landkreises Emmendingen schon vier Tage nach der Schließung entschieden, die Gebühren für die städtischen Betreuungseinrichtungen vorerst für einen Monat auszusetzen. Die fälligen Gebühren werden von der Stadtverwaltung im Moment nicht eingezogen - Eltern werden gebeten, ihrerseits keine Überweisungen für April vorzunehmen.

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Dies hat im ganzen Landkreis aber auch im Stadtgebiet Emmendingen zu Diskussionen geführt, da sich der kommunalen Regelung zwar die vier Kirchen in Baden-Württemberg für ihre Kindertageseinrichtungen angeschlossen haben, aber die freien Träger vorerst nicht, weil diese andere finanzielle Probleme hatten, auch wenn für sie der Rettungsschirm des Landes Baden-Württemberg eröffnet ist. Am Freitag, 27. März gab das Land Baden-Württemberg dann bekannt, durch weitere Finanzmittel den Kommunen und anderen Trägern von Kindertageseinrichtungen den Gebührenausfall mindestens anteilig zu erstatten. Bis zur Höhe der kommunalen Gebühren wird auch privaten Trägern ein finanzieller Zuschuss des Landes zugutekommen.

Quelle:Text/Bilder:Stadt Emmendingen