Das Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Regierungspräsidium Karlsruhe, sowie die Stadt Gernsbach haben sich auf die gemeinsame Planung und Umsetzung eines 100-jährlichen Hochwasserschutzes im Bereich der Gernsbacher Kernstadt entlang der Murg verständigt.

Um mit den bisher in einer Machbarkeitsstudie aufgezeigten Maßnahmen zügig zu starten, hat das Land nun eine Vereinbarung vorgeschlagen, die der Stadt Gernsbach die Trägerschaft für die Maßnahmen überträgt und eine 70%ige Kostenbeteiligung des Landes vorsieht.

20210316 18 Archivbild Hochwasser 2004 002Hochwasser 2004 (Quelle: Archivbild Stadt Gernsbach)

„Die zwischen Land und Stadt abgestimmte Vereinbarung ist ein Riesenschritt. Mit den darin enthaltenen Maßnahmen werden wir nicht nur die gesamte Gernsbacher Nordstadt vor großen Hochwasserereignissen schützen, sondern auch den Bereich der Bleichstraße, des Wörthgartens sowie der Schlossstraße“, so Bürgermeister Christ. Die Hochwassergefahrenkarte sowie vergangene Hochwasserereignisse, wie in 2004, zeigen die Hochwassergefährdung an der Murg. Nachdem die Vorplanung zur Gewässeraufweitung auf Höhe des Wörthgartens abgeschlossen ist und der Sanierungsplan aus 2005 umfassend ergänzt wurde, soll es nun an die Umsetzung der Maßnahmen gehen.

2019 hatte der Gemeinderat einstimmig die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie für den Hochwasserschutz entlang der Murg (Gewässer 1. Ordnung) beschlossen. Die Studie sieht neun Hochwasserschutzmaßnahmen vor, die nacheinander geplant und umgesetzt werden sollen. Damit wird der Schutz vor einem 100-jährlichen Hochwasser gewährleistet. Die nun vorliegende Vereinbarung mit dem Land umfasst die Maßnahmen GE 5-7 und damit die Bereiche der Bleichstraße, des Katz´schen Gartens und des Wörthgartens. Zudem enthält die Vereinbarung die klare Zielsetzung, direkt nach Umsetzung dieser Maßnahmen den Hochwasserschutz in der Schlossstraße zu realisieren.

Für den Bereich ab Weisenbach bis zur Murginsel (Gewässer 2. Ordnung) ist ebenfalls eine Hochwasserschutz-Studie beauftragt worden, um auch für diesen Bereich Maßnahmen zum Schutz vor Überschwemmungen zu entwickeln. Hier wurden ergänzende Vermessungen der Uferlinie durchgeführt, um genaue Grundlagen für die Bearbeitung zu haben. Mit ersten Ergebnissen wird zur Jahresmitte gerechnet. „Die Abstimmung mit dem Land war konstruktiv und stets an der Sache orientiert. Das nun vorliegende Ergebnis überzeugt, da es nicht nur eine einzelne Maßnahme im Blick hat, sondern den gesamten kernstädtischen Hochwasserschutz einschließlich der Schlossstraße“, so Christ abschließend. Die geplante Vereinbarung soll dem Gemeinderat bei seiner Sitzung am 22. März zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Text / Bild: Stadt Gernsbach)