Aufruf zu Solidarität und gegenseitiger Hilfe während der Corona-Krise

Momentan sind viele angesichts der täglich neuen Meldungen zur Corona-Krise verunsichert, manche brauchen Hilfe, andere würden gerne helfen.

Die neu gegründete Nachbarschaftshilfe Gaggenau möchte diese Menschen zusammenbringen und bittet alle, mitzumachen, sich einzubringen und diese Info zu teilen. Die Gaggenauer Kommunikationsdesignerin Anke Fichtler hat am 15. März auf Facebook die Gruppe „Nachbarschaftshilfe Gaggenau“ gegründet. Hier können Hilfesuchende ihre Hilfegesuche selbst einstellen, Helfer können direkt darauf antworten oder ihr allgemeines Hilfsangebot einstellen.

Logo Nachbarschaftshilfe Gaggenau c Anke Fichtler 002Logo Nachbarschaftshilfe Gaggenau c Anke Fichtler

Für alle, die nicht auf Facebook sind, wurde eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet, an die man sich wenden kann. Zusätzlich gibt es eine Festnetznummer, auf deren Anrufbeantworter Hilfegesuche hinterlassen werden können, die dann an die Facebookgruppe weitergeleitet werden. Die Gaggenauer Gruppe möchte gerne auch Modell für andere lokale Hilfsgruppen sein und sich mit diesen zum optimalen Vorgehen austauschen und vernetzen.

Gerade ältere oder kranke Menschen kommen aktuell schnell in Schwierigkeiten, wenn sie wegen der Gefahr einer Ansteckung das Haus nur selten verlassen oder bisher für sie tätige Helfer krankheitsbedingt ausfallen. Auch Menschen, denen Quarantäne verordnet wurde, würde es sehr helfen, wenn jemand für sie einkauft, zur Apotheke geht, kleinere technische oder organisatorische Probleme am Telefon bespricht oder den Hund ausführt. Berufstätige Eltern, die nicht im Home office arbeiten können, haben angesichts der aktuell geschlossenen Kitas, Kindergärten und Schulen oft Probleme, kurzfristig eine alternative Betreuung für ihre Kinder zu organisieren. Hier wäre ein Helfer aus der Nachbarschaft hilfreich, der stundenweise den Nachwuchs betreuen könnte.

Manchmal geht es in diesen auch nervlich aufreibenden Zeiten aber auch darum, sich mit jemandem am Telefon über seine Sorgen und Ängste unterhalten zu können oder einfach ein bisschen zu plaudern, wenn man tagelang keinen Kontakt zu anderen Menschen hatte. Immerhin ist die Bewegungsfreiheit vieler jetzt eingeschränkt, Treffen von Vereinen und öffentliche Veranstaltungen sind abgesagt und die meisten folgen der offiziellen Anweisung, persönliche soziale Kontakte soweit wie möglich einzuschränken, um unnötige Ansteckungen zu vermeiden. Trotzdem können wir für andere da sein, mit ihnen am Telefon sprechen oder sie durch kleine Erledigungen unterstützen. Gerade in der Krise zeigt sich, was eine Gemeinschaft leisten kann und zu wieviel Miteinander und Solidarität sie fähig ist. So wird die aktuelle Corona-Krise auch in gewisser Weise zur Chance.

Wie komme ich in Kontakt?
Am besten: über die Facebook-Gruppe „Nachbarschaftshilfe Gaggenau“
Hier kann jeder seine Hilfegesuche und Hilfsangebote selbst einstellen und auf Hilfegesuche direkt antworten. So kommen Hilfesuchende und Hilfebietende am schnellsten zusammen.

Wer nicht auf Facebook ist:
Über die 0174/ 3152809 können Sie der WhatsApp-Gruppe „Nachbarschaftshilfe Gaggenau“ beitreten. melden, wir stellen Ihre Hilfegesuche oder Hilfsangebote in die Facebook-Gruppe ein und leiten Ihnen dort veröffentlichte passende Hilfsangebote weiter.

Wer sich lieber per Telefon melden möchte:
Unter der Festnetznummer 07225 / 1838029 ist ab sofort ein Anrufbeantworter geschaltet. Bitte hinterlassen Sie hier Ihren Namen, Ihre Telefonnummer und Ihr Anliegen, wir rufen Sie innerhalb von 24 Stunden zurück und versuchen, die passende Hilfe zu vermitteln.

Wichtig: Weder Helfer noch Hilfesuchende sollten sich oder andere unnötig gefährden. Alle Hilfsangebote sollten sich streng an den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts orientieren. Aber: Hilfe ist auch ohne enge örtliche Nähe möglich und tut allen gut!