Kriminalroman

»Schwarzwald. Blutrot« von Chris Thame

9783839225929 002Wenn Fiktion zur Realität wird
Chris Thame gibt ihr Schwarzwald-Krimidebüt im Gmeiner-Verlag
Die Autorin Chris Thame wartet in ihrem Debütkrimi »Schwarzwald. Blutrot« mit einem außergewöhnlichen Gedankenspiel auf. Darin wird das unfertige Krimimanuskript des Lehrers Niels Kielsen zum realen Drehbuch einer Reihe von Verbrechen und Todesfällen im Schwarzwälder Dorf Lenzdorf. Geschickt verwebt sie den fiktiven Kriminalfall, der auf der überraschend aktuellen Sozialkritik des biblischen Propheten Amos beruht, mit den realen Geschehnissen vor Ort. Dabei lässt sie die Grenze zwischen Fiktion und Realität immer mehr verschwimmen. Die LeserInnen finden sich schnell in einem verworrenen Perspektivspiel wieder und müssen sich schließlich der Frage stellen, ob die Kunst das Leben nachahmt oder das Leben die Kunst.

Zum Buch
Der Lehrer und Krimiautor Nils Kielsen macht sich mit Eifer an einen neuen Krimi im Kirchenmilieu. Sein Einstieg: Ein Priester wird während der Messe von einem herabfallenden Kruzifix erschlagen. Die Kripo findet Hinweise auf das biblische Buch Amos und vermutet einen Racheakt. Doch noch bevor Kielsens Ermittler auf eine heiße Spur stoßen, wird ein Schwarzwalddorf zum reellen Schauplatz seiner Krimifantasie und Nils Kielsen gerät schließlich selbst unter Verdacht. Ein Vexierspiel zwischen Fiktion und Realität beginnt. Dieses ist glücklicherweise in zwei verschiedenen Schriftartenm im Buch dargestellt, denn sonst, so muss ich sagen, hätte man als Leser ein kleines Problem. Insgesamt fand ich diese Idee des Schreibens gut, einfach mal etwas anderes. Und Lokalkolorid gab es mit dem SC Freiburg auch noch dazu. Meine Empfehlung: lesenswert.

GMEINER-Verlag
erschienen Februar 2020
12 x 20 cm, Paperback
Buch 11,– € / auch als E-Book
ISBN 978-3-8392-2592-9

Rezension Heike Scheiding-Brode

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