Die Burg - und Festungsruine - Hochburg bei Emmendingen

Burgen, Schlösser und Burgruinen zeugen von Badens großer Geschichte und waren Schauplatz historischer Ereignisse. Und ganz egal ob man auf einer Wanderung eine Festung oder eine verfallene Ruine erkundet, alte Burgen und Schlösser sind immer etwas ganz Besonderes.

Waren sie früher Wohn – oder Regierungsorte der Könige oder Fürsten so sind die Bauwerke und Ruinen heute beliebte Ausflugsziele und romantische Orte.
Region im Blick zeigt die schönsten Burgen und Schlösser in Baden, wo man sie findet und welche Geschichte sich hinter ihnen verbirgt.

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Also auf geht's, zahlreiche mittelalterliche Burgen, Ruinen und Schlösser warten darauf zu Fuß erobert zu werden. Man begegnet einem Stück Zeitgeschichte, dass an die vergangenen Jahrhunderte Badens erinnert. Es war einmal, eine strategisch gut positionierte Burganlage mit Blick über das fruchtbare Oberrheintal. Die Hochburg bei Emmendingen (auch Burg Hachberg genannt)– im 16 – 17 Jahrhundert eine der größten Burg – und Festungsanlagen in Baden. Man geht davon aus, dass ein Gefolgsmann Karl des Großen, mit Namen Dietrich von Hachberg aus dem Haus der Grafen von Nimburg im 11.Jahrhundert diese Burganlage gegründet hat. Erstmals wurde sie 1127 urkundlich erwähnt. Seit dem 13.Jahrhundert waren die Markgrafen von Baden Nutzer der Anlage. Ab 1553 wurde die mittelalterliche Adelsburg unter Karl des großen im Stil der Renaissance zu einer Schloss – und Festungsanlage erweitert. Die Entwicklung von 500 Jahren Wehgeschichte wird hier sichtbar.

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Leider ist das prachtvolle Renaissance-Schloss kaum noch aus den Ruinen abzulesen, eine Zeichnung aus dem 17.Jahrhundert zeigt einen hohen. mehrgeschossigeren Bau mit Giebeln und Treppentürmen. Eine Reittreppe vom Zwinger zur Oberburg und einige Fensterformen zeugen noch von dieser Zeit. Gekrönt von einem mächtigen offenen Kamin muss der große Festsaal wohl sehr prachtvoll gewesen sein. Reste der Wandvertäfelungen und Wappenkonsolen kann man im Museum bestaunen. Wer sich für Burgen und ihre Geschichte interessiert ist hier genau richtig.

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Vom Parkplatz am Sportplatz in Sexau aus erreicht man die Burgruine über einen überwiegend befestigten Waldweg. Ein Märchenhafter Wanderweg um die Seele baumeln zu lassen und zu entschleunigen. Auch für Familien ein abwechslungsreiches Ausflugsziel, entlang des Weges befindet sich ein kleiner Waldspielplatz ,der zu einer kleinen Verweilpause einlädt.

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Oben an der Burg angekommen bietet die sehr gut erhaltene Ruine einen traumhaften Rundblick. Ein Tipp: Fotoapparat, Fernglas und Vesper nicht vergessen.
Die Burganlage selbst wird seit 1971 durch den Verein zur Erhaltung der Ruine Hochburg mit Sitz in Emmendingen und seinen Helfern in ehrenamtlicher Arbeit betreut. Durch viele Sagen und Legenden hat die Burgruine oberhalb der Stadt Emmendingen schon etwas Magisches. Selbst Johann Wolfgang von Goethe ließ sich von der Hochburg inspirieren und fertigte einen Kupferstich der Burgruine und da  ist noch die Sage von einer weißen Jungfrau, die einen Schatz bewacht und auf ihre Errettung hofft. Ein absolut spannendes Wanderabenteuer nicht nur für Kinder. Im Burgmuseum gibt es zahlreiche Fundstücke zu sehen, hier bekommt man einen kleinen Einblick über das Leben auf der Burg. Geschichte lebendig erleben, kann man auch mit einer Führung des Hochburgverein, die auf Wunsch auch in Historischen Kostümen durgeführt werden.

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Infos hierzu unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder 07641/959586
Ein Highlight ist das Hochburgfest, dass in diesem Jahr wegen der Corona – Pandemie leider abgesagt werden musste. Wir hoffen das wir bald wieder in die mittelalterliche Welt von Rittern, Gauklern, Landsknechten und Burgfräuleins auf der Ruine Hochburg eintauchen können.

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Unser Fazit: Für Liebhaber von Burgen ist die Burgruine Hochburg bei Emmendingen einfach ein Muss. Absolut empfehlenswert.

Text: Daniela Hiebel / Bilder: Region im Blick