Die IHK Südlicher Oberrhein hat einen neuen Ausschuss gegründet.

Dieser besteht nach der konstituierenden Sitzung, die unter Leitung von IHK-Präsident Dr. Steffen Auer stattfand, aus 22 Unternehmerinnen und Unternehmern des IHK-Bezirks Südlicher Oberrhein. Den Vorsitz hat Alexandra Beinert, Medienunternehmerin aus Teningen-Heimbach, die die „Kleinen“ auch in der IHK Vollversammlung vertritt.

Zirka 90 Prozent der knapp 70.000 Mitgliedsbetriebe in der IHK sind Kleinunternehmen mit null bis zu zehn Beschäftigten. Diese 90 Prozent der Betriebe beschäftigen zirka 19 Prozent aller Arbeitskräfte in der Region. „Diese Masse an Betrieben prägen unsere Region entscheidend durch ihre Präsenz und Dienstleistungsbereitschaft.

PM 44 EKU AusschussFoto: IHK Südlicher Oberrhein: PM_44_EKU Abschluss: Die IHK Südlicher Oberrhein hat den Ausschuss Einpersonen- und Kleinunternehmensausschuss (EKU) ins Leben gerufen. Er besteht aus 22 Mitgliedern aus allen Branchen.

Leider werden sie jedoch im Kontext der großen Unternehmen oft kaum gehört“, sagt Auer. „Insbesondere Handel, Gastronomie und Dienstleistungen sind ortsbildbestimmend und verdienen ein höheres Gewicht in der IHK, in der Politik sowie in der Öffentlichkeit.“
Erste Schritte dazu leitete die IHK daher bereits im Jahr 2017 ein. Den „Kleinen eine Stimme geben“ wurde seitdem als eine Strategie der Kammer festgelegt. Es folgten mehrere Aktivitäten für die eher kleinen Unternehmen der IHK, zum Beispiel Unternehmens-Frühstücke mit dem Ziel herauszufinden, wo „der Schuh bei den Kleinbetrieben drückt“.

Oder Delegationsreisen nach Stuttgart zum „Tag der Kleinunternehmen“ und nach Innsbruck zum Erfahrungsaustausch mit den österreichischen Kollegeninnen und Kollegen bis hin zu dem im Jahr 2018 erstmals stattfindenden „Einpersonen- und Kleinunternehmenstag“ in der IHK in Freiburg. „Die Gründung eines eigenen Ausschusses für diese Zielgruppe war bei unseren Bemühungen der nächste logische Schritt. Die Mitglieder können ihre Angelegenheiten damit noch besser in die politischen Positionen der IHK einbringen und aktiv bei der Produktentwicklung der IHK-Dienstleistungen mitwirken“, erklärt der IHK-Präsident. Damit seien sie „Multiplikatoren in die Zielgruppe hinein und zeitgleich Impulsgeber aus der Zielgruppe heraus“.

Anders als die anderen Ausschüsse der IHK, von denen es nun insgesamt neun Stück gibt, ist der neu gegründete Einpersonen- und Kleinunternehmensausschuss (EKU) kein Branchenausschuss, sondern ein Themenausschuss mit dem Fokus auf die Belange der „Kleinen“. Die Verteilung der Branchen ist daher sehr heterogen und reicht von der IT-Branche bis hin zur Gastronomie. Eines haben alle gemein: Keiner beschäftigt regelmäßig mehr als zehn Mitarbeiter.

Die gewählte Vorsitzende Alexandra Beinert, die mit ihrem Kleinunternehmen Kultur und Wirtschaft im ländlichen Heimbach angesiedelt ist, wurde einstimmig zur Vorsitzenden gewählt. Sie wird unterstützt von ihrem Stellvertreter, Wolfgang Schuhmann von Intelligent im Raum aus Staufen.

Nach den Wahlen für den Vorsitz begannen die Mitglieder des Ausschusses, konkret Aufgaben anzugehen und aufzuteilen. Drei Aufgaben stehen dabei besonders im Fokus: Zunächst die Erarbeitung von Beschluss-Vorlagen mit politischen Positionen und Forderungen der Kleinen, die in die IHK-Vollversammlung eingebracht werden sollen. Als nächster Schritt ist die Entwicklung eines internen und externen Kommunikationskonzepts geplant, vor dem Hintergrund, dass die kleinen Unternehmen die IHK derzeit noch zu wenig als Partner und Dienstleister wahrnehmen. Schließlich soll eine längerfristige Vision zur Verbesserung der Wertschätzung der Kleinunternehmen erarbeitet werden.

Interessierte an den Themen oder der Mitwirkung am Einpersonen- und Kleinunternehmensausschuss (EKU) können sich an Thomas Kaiser wenden. Kontakt: Telefon 07821/2703-640, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.