Zumeldung: Statement Dr. Dieter Salomon, Hauptgeschäftsführer der IHK Südlicher Oberrhein

Mit einem dringenden Appell, die Südwestgrenzen zu den Nachbarländern schnellstmöglich zu öffnen, haben sich die Industrie- und Handelskammern Karlsruhe, für die Pfalz, Südlicher Oberrhein und Hochrhein-Bodensee, die Handelskammer beider Basel und die französischen CCIs Grand Est und Alsace Eurométropole an die Innenminister der drei Länder gewandt.

Dazu ein Statement von Dr. Dieter Salomon, Hauptgeschäftsführer der IHK Südlicher Oberrhein:

„Inzwischen stuft das Robert-Koch-Institut keine Risikogebiete mehr ein. Covid-19 ist weltweit verbreitet, die Zahlen in Deutschland und Frankreich haben sich angeglichen und alle kämpfen gegen eine weitere Ausbreitung der Pandemie. Die Grenzkontrollen aber stiften erheblichen wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Schaden.

Salomon Dr Dieter HGF IHKSO Feb2020q Bode 002Dr. Dieter Salomon, Hauptgeschäftsführer der IHK Südlicher Oberrhein / Foto (Michael Bode für die IHK Südlicher Oberrhein):

Viele der mehr als 12.000 französischen Pendler, die in Betrieben am südlichen Oberrhein arbeiten, fahren nun wieder täglich über die Grenze an ihre Arbeitsstätte. Dabei müssen sie jedoch große Umwege und lange Wartezeiten auf sich nehmen.

Mehr noch: Wo ist sie hin, die Idee des vereinten Europas, wenn französische Arbeitnehmer an der Grenze mit Maschinenpistolen empfangen und wie Schwerverbrecher behandelt werden? In unserem Kammerbezirk liegt auch der Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau. Dieses grenzüberschreitende Gebiet gilt als ,europäische Laborregion‘ – das wird derzeit ad absurdum geführt. Alles, was in den vergangenen Jahren erreicht wurde, könnte nun innerhalb kürzester Zeit verloren gehen. Statt geschlossener Grenzen braucht es jetzt viel mehr eine gemeinsame Strategie zur Bekämpfung des Virus. Darauf sollte unser Fokus liegen, nicht auf der Abschottung.“

Quelle: Text/Foto: IHK Südlicher Oberrhein