Total regional - Nudelspezialitäten aus dem Breisgau

Hier im idyllischen Waldkirch werden nach traditionellem Familienrezept ,feinste Nudeln hergestellt. So entstehen die Nudeln der Gebrüder Schätzle in echter Handarbeit und nur aus besten Zutaten.

Die Wurzeln dieser Familienmanufaktur liegen im Jahr 1925 in der Urgroßvater August Zimmermann, in seiner bereits seit 1882 bestehenden Bäckerei mit der Teigwarenherstellung begann. Die „Nudlerei“ wie sie umgangssprachlich genannt wurde, war eine Institution im Elztal und bis 2013 in ständigem Familienbesitz.

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Im Jahr 2017 wurden die Buchholzer - Nudeln von den Brüdern Matthias und Markus Schätzle mit traditionellen und neuen kreativen Ideen wieder zum Leben erweckt.Das sorgfältig wieder hergestellte ursprüngliche Produktionsgebäude wurde den neuesten und modernsten Hygienevorschriften angepasst somit konnte die Produktion nach vier Jahren wieder gestartet werden. Tradition, Authentizität, Qualität und Nudelherstellung mit Leidenschaft das ist die Basis und dies macht die Buchholzer Nudeln aus. Aber weit gefehlt wer denkt die beiden Brüder tüfteln nur an neuen Nudelvariationen.

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Nein ,mittlerweile bieten die beiden U/Unternehmer auch Pesto an und liefern dazu noch die passenden Rezepte, die auf ihrer Homepage nachzulesen sind. Buchholzer Nudeln stehen bis heute für Qualität mit handwerklichem Einsatz und ausgezeichnetem Geschmack und immer mit dem Ziel alle Zutaten aus der Region zu beziehen. So wird Hartweizen in Bahlingen am Kaiserstuhl angebaut und die Eier aus Gengenbach geliefert. Wer Buchholzer Nudeln genießen will, bekommt diese mittlerweile in vielen Supermärkten, Bäckereien und Fachgeschäften der Region zu kaufen. Im Sortiment sind die natürlich altbewährten Hartweizennudeln mit Ei, Dinkelnudel sowie vegane Nudeln.

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Region im Blick wollten mehr über die Buchholzer Nudeln und ihre Macher Markus und Matthias Schätzle erfahren.

fabio smtk 07502Was hat Sie beide dazu bewogen den Großväterlichen Betrieb 2017 wiederzubeleben und wie schwer war es sich wieder einen Namen in der Nudelbranche zu machen?

Matthias Schätzle: Dazu bewogen, die vom Urgroßvater begründete Nudelherstellung wiederzubeleben hat uns wohl vor allem der in unserer Familie traditionell begründet enge Bezug zur Lebensmittelherstellung. Wir sind ja mit der Bäckerei unserer Familie, gibt es in Familienhand schon seit 1882, und der Nudelfabrik aufgewachsen. Zudem kam der Gedanke, uns mit etwas das uns am Herzen liegt selbstständig zu machen.

Pasta gehört zum Lieblingsessen der Deutschen, da gibt es viele Platzhirsche auf dem Nudelmarkt, was macht Buchholzer Nudeln so besonders?

Matthias Schätzle: Buchholzer Nudeln sind kein 08/15-Produkt. Uns war von Anfang an klar, wir stellen nicht die ersten und nicht die einzigen Nudeln her, unser Anspruch ist es durch besondere Qualität und Tradition zu überzeugen. Diesen Anspruch begründen wir durch eine Herstellung die zeitaufwendig ist und einen hohen Einsatz an Handarbeit erfordert. Bei uns erfordert, von dem Einfüllen des Getreides bis hin zur Handverpackung jedes einzelnen 250 g Päckchens, jeder Herstellungsschritt handwerklichen Einsatz.

Welche handwerklichen Fertigkeiten braucht man bei der Nudelherstellung und wird noch nach traditionellem Rezept hergestellt?

Matthias Schätzle: Spezifische handwerkliche Fertigkeiten zu benennen ist gar nicht so einfach. Die Aufgaben in der Herstellung und Wartung der Geräte sind vielfältig, jedoch auch nicht konkret einzuordnen. Man sollte grundlegend keine zwei linken Hände haben und für den ein oder anderen technischen Bereich gute Ratgeber haben, wenn man so wie wir beide aus dem theoretischen Studienbereich (BWL und Jura) kommt. Ja, die Nudeln werden noch hergestellt wie früher.

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Wie viele verschiedene Sorten bieten Sie in ihrem Sortiment an?

Matthias Schätzle: Neben den klassischen Gold-Nudeln, Hartweizen mit Ei so wie früher, spielt Innovation für uns eine große Rolle. Wir gehen mit der Zeit und stellen mittlerweile auch vegane Nudeln, also einfach Getreide mit Wasser ohne Ei, und Dinkelvollwertnudeln her. Insgesamt kommen wir aktuell so auf 12 Formen mit verschiedenen Zutaten.

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Wie wichtig sind Tradition, Nachhaltigkeit und Regionalität für ihren Familienbetrieb?

Matthias Schätzle: Die Tradition ist wohl die Hauptursache, weshalb es uns als familiäres Unternehmen in der aktuellen Form noch beziehungsweise wieder gibt. Nachhaltigkeit ist für uns mit die erste Handlungsvorgabe. Wenn wir etwas machen, gerade etwas Neues, stellt sich uns immer am Anfang die Frage, ob wir das so möglichst nachhaltig durch- und fortführen können. Und der Regionalität versuchen wir so Rechnung zu tragen, dass wir unsere Zutaten und Materialien von so nah wie möglich beziehen. Dies hat schon dazu geführt, dass wir einen Landwirt am Kaiserstuhl gefunden haben, der für uns Hartweizen anbaut. Daraus machen wir aktuell unsere Heimat Vollwert Nudeln.

Wer hat welche Aufgaben? Wie sind die Rollen im Betrieb bei ihnen beiden verteilt?

Matthias Schätzle: Da wir beide aus dem theoretischen Bereich kommen, haben wir beide Bereiche in der „Büroarbeit“ und Bereiche in der „handwerklichen“ Arbeit. Manche Bereiche hängen von der jeweils zeitlichen Kapazität ab. Die Herstellung der Nudeln machen wir bisher stets zusammen und wir beide haben in diesem Prozess feste Aufgaben.

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Wieviel Herzblut ,Tradition und Handarbeit stecken in ihrem Projekt?

Matthias Schätzle: Nun ja, die Frage ist insofern einfach zu beantworten: Von allem jede Menge. Tatsächlich wohl mehr, als wir uns am Anfang ausmalen konnten. Da war wohl eine gewisse Blauäugigkeit mit im Spiel.

Gibt es für die Zukunft noch Ideen, die sie verwirklichen wollen?

Matthias Schätzle: Unser aktuelles Projekt, mit dessen Umsetzung wir schon begonnen haben, ist die Gestaltung eines „Eventraums“ in der Nudelfabrik. Wir bauen unseren „Backsteinraum“, der Eingangsraum unserer Nudelfabrik hat freigelegte Backsteinwände, zu einem Eventraum mit Küche aus.

Nudeln sind aktuell der Verkaufsschlager. Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf ihrem Betrieb?

Matthias Schätzle: Tatsächlich haben wir aktuell sehr viel Arbeit. Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen verzeichnen wir aktuell ein großes Umsatzplus, im Vergleich zu den letztjährigen Zahlen.

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Was würden Sie sich vom Endverbraucher wünschen? Gibt es eine Botschaft, die Sie gerne vermitteln möchten?

Matthias Schätzle: Naja, eigentlich wünschen wir uns nur, dass der Endverbraucher seine Lebensmittel und gerade gute Nudeln genießt. Wir geben uns Mühe, dass Buchholzer Nudeln durch Qualität, also Bissfestigkeit und feinen Geschmack weiterhin überzeugen können.

Gerade in der aktuellen Lage bieten wir den Menschen mit unserem Onlineshop auf www.buchholzernudeln.de  eine Lieferung auch an die eigene Haustür.

Text: Daniela Hiebel
Bilder: Schätzle Teigwaren GbR